Ein begeisternder Konzertabend in Bildern – Bericht über die Weihnachtskonzerte der Viko am 18.12.2025.
Pünktlich um 18 Uhr verwandelte sich die Pauluskirche in eine festliche Klangwelt beeindruckender musikalischer Vielfalt und hervorragender Leistungen.

Die Bläserklasse 6b unter der Leitung von Herrn Kraft eröffnete das erste Konzert. Die Schülerinnen und Schüler musizierten mit sauberer Intonation und viel Spielfreude. Unterstützt von Percussion gelang mit Adventus ein starker Auftakt.
Anschließend begrüßte Schulleiterin Frau Biebel herzlich die vielen Zuhörer. Danach nahm die Bläserklasse den Faden wieder auf und spielte das abwechslungsreich instrumentierte Auld Lang Syne sowie, angeführt von strahlenden Trompeten, Frosty the Snowman.

Chor 5, geleitet von Frau De Gezelle (Assistenz: A. Dammel), präsentierte die gefühlvolle Ballade Cover Me in Sunshine, die die Zuhörerinnen und Zuhörer emotional ansprach – einfühlsam von Maja Groß (9b) am Klavier begleitet. Der Kleine Trommler wurde passend mit Bodypercussion untermalt und Rudolf, das kleine Rentier, ließ alle Gesichter gutgelaunt erstrahlen. Die rund 50 Schülerinnen und Schüler beeindruckten mit ihrem auswendigen Vortrag, deutlicher Artikulation und einem gut choreografierten Auszug.

Chor 6 (mit kaum weniger Mitwirkenden), dirigiert von Herrn Kraft, setzte den narrativen Faden fort und präsentierte den melancholischen Song Snowman. Bei Happier wurden die Zungenbrecher gut gemeistert. Der dramaturgische Aufbau mündete in Christmas Halleluja, das besinnlich begann, aber bald in einen fröhlichen Reel überging und auch optisch mit grünen Elementen im Chor überraschte. Begleitet wurde der Chor von einem hervorragenden Instrumentalensemble: Lenya Adler, Kolja Haupt, Charlotte Herr, Lotta Siegrist und Aren Manassian (E-Phase).

Das Streichorchester ließ unter der Leitung von Frau De Gezelle und Herrn Loew mit Kings Court und Händels Marsch aus Flavius majestätisch-festliche Musik erklingen – sauber intoniert und differenziert gestaltet, während das Tiroler Weihnachtslied „Es wird schon glei’“ eine stimmungsvolle Atmosphäre verbreitete.

Zum Abschluss präsentierte das Blasorchester unter der Leitung von Frau Krämer eine abwechslungsreiche Mischung mit dem Adagio von Albinoni, das in kleiner Besetzung erstaunlich dramatische Wirkung entfaltete, fortgeführt mit dem ruhigen Hallelujah (Cohen) und einem Medley aus der Filmmusik zu Frozen, das klang- und wirkungsvoll das erste Konzert beendete.
Im zweiten Konzert ab 20 Uhr mit den älteren Ensembles folgte ein Höhepunkt dem nächsten:

Unter dem Dirigat von Frau Troeger eröffnete das Große Orchester das zweite Konzert überaus majestätisch und prächtig mit der Fanfare „Joy!“, die Reminiszenzen an Hört der Engel helle Lieder enthielt.
Anschließend begrüßte Schulleiterin Frau Biebel das neue Publikum, verbunden mit dem Wunsch nach Zuversicht für alle in diesen Zeiten – auch und gerade durch die Musik. Im folgenden Stück Oblivion entführte Tabea Knöbel (Q3) mit klangschönen, langen Kantilenen auf der Oboe nach Südamerika, begleitet nur von den Streichern. Bei How the Grinch Stole Christmas waren wieder alle an Bord mit voluminösem, professionellem Breitwand-Filmsound – dazu trugen die Mitwirkenden passend giftgrüne Accessoires.

Bei dem Auftritt der Percussion-AG, einstudiert von der „Vorköchin“ Frau Troeger, konnte man bei „Iss was?!“ nur guten Appetit wünschen: Die Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen komplexe, exakt ausgeführte Rhythmen serviert. TOM5 zog dafür mit Abwechslungsreichtum in Bann: von Bodypercussion bis abgestimmte Blumentopf-Glocken, kombiniert mit Geigen-Solo (Charlotte Herr, E-Phase) und Vokalisen, wusste das Ensemble wieder einmal zu begeistern.

Neu im Konzertreigen und gleich ein weiterer Höhepunkt war der durch Frau Troeger ins Leben gerufene Projekt-Chor, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, Eltern, sowie Lehrerinnen und Lehrern der Viktoriaschule.
Stand by Me zog mit seinem Groove und dem Kontrabass-Solo (Raphael Kändler Castellon, E-Phase) gleich das Publikum in seinen Bann und setzte mit Sweet Dreams, kongenial von Matthias Birkenbusch am Klavier begleitet, die emotionale Klanglinie fort. Ander Sevdaluk, ein Traditional von der Schwarzmeerküste, wurde original auf Türkisch und mehrstimmig a capella gesungen. Angeführt von wehmütig-klangvollen Frauenstimmen, unterlegt mit dem Bordun der Männerstimmen, füllte der Projektchor mühelos den Kirchenraum. Red, Red Rose setzte die melancholische Stimmung fort, allerdings nun mit mehr Dramatik durch starke rhythmische Elemente und dynamische Steigerungen – ein gefeierter Einstand des Projektchors.

Der kurzweilige Abend fand seinen schwungvollen Abschluss mit der Big Band, die bekannte Christmas-Standards in frischen Swing-Interpretationen unter der Leitung von Herrn Kraft zum Besten gab, so auch in Land of Make Believe. In Have Yourself a Merry Little Christmas übernahm Shanice Bitman (Q1) den Gesangspart, anfangs von kleiner Besetzung begleitet, bis die ganze Band mit einstimmte und so dem Finale eine besondere Facette verlieh. Mit It Swings Upon a Midnight Clear beendete die Big Band ein begeisterndes Konzert vor begeistertem Publikum.

Nach Abschluss- und Dankesworten der Schulleitung beendete ein gemeinsam von Big Band und Publikum intoniertes O du Fröhliche den rundum gelungenen Konzertabend.

Einmal mehr war das Viko-Weihnachtskonzert ein unvergessliches Erlebnis, zu dem maßgeblich auch die guten Geister hinter den Kulissen beitrugen: Orga-Team, Tontechnik-AG und noch weitere helfende Hände.
Text: Fachschaft Musik
Fotos: T. Bialucha, M. Jung, C. Krämer

